Sexualtherapie & Beratung

Die Sexualtherapie bzw. Sexualberatung bietet einen geschützten, sicheren von Offenheit und Wertschätzung geprägten Raum, in dem das Thema Sexualität bewusst und speziell angesprochen wird.

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Sexualleben sowie sexuelle Probleme sind weit verbreitet. Die Gründe und Themen können dabei sehr individuell und vielfältig sein. Die Sexualtherapie bezieht sowohl verhaltensorientierte wie auch Paar-orientierte Ansätze mit ein.

Zielgruppen: Einzelpersonen, Paare, Partner*Innen

Sexualität

Sexualität ist eines der zentralsten Themen des Mensch-Seins und des menschlichen Lebens, der uns alle betrifft. Das Sprechen über die eigene Sexualität, eigene sexuelle Wünsche und Bedürfnisse, oder die eigene sexuelle Identität und Orientierung sind auch heute noch häufig tabuisiert und zu wenig berücksichtigt.


Sexualität: divers & subjektiv

Offen und in einem geschütztem Rahmen gesellschaftliche Welthaltungen über Sexualität in der eigenen Partnerschaft, eigene Wünsche und Bedürfnisse sowie die eigene sexuelle Identität und Orientierung reflektieren zu können sind wichtige Aspekte einer Psychotherapie oder Beratung.

In diesem Zusammenhang stehen auch mögliche Konflikte, die sich für den individuellen Menschen sowie auch im Kontext mit dem jeweiligen sozialen Umfeld ergeben können und die häufig großes Leid und Verunsicherung mit sich bringen können. "Wer bin ich", "Wie bin ich", "Wie möchte ich sein" und "Was sind meine Bedürfnisse und Vorstellungen" sind beispielsweise wichtige Fragestellungen, die sich im Kontext der individuellen Sexualität ergeben können!

Genauso gehört hier auch das subjektive Verständnis von männlich, weiblich und anderen geschlechtlichen Identitätsformen dazu, wie die individuelle Weltsicht, das persönliche Wertesystem und unterschiedliche Lebenskonzepte und -vorstellungen. Sexualität an sich ist ein von hoher Diversität und Subjektivität gekennzeichnetes Themenfeld. 

Sexuelle Orientierung und Diversität

Eine Vielfalt von Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten hat es zu allen Zeiten und in allen Kulturen gegeben. Auch wenn die heutige Gesellschaft immer liberaler wird in Bezug auf die verschiedenen sexuellen Orientierungen und unterschiedlichen Lebensentwürfen und Lebenskonzepten, so zeigt sich häufig eine große Unsicherheit und Ambivalenz gegenüber nonkonformen Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten.

LGBTQIA+ (homo-, bi-, asexuelle, etc.) - Menschen sind häufig in ihrer Entwicklung mit Herausforderungen sowie inneren und äußeren Konflikten konfrontiert, mit denen heterosexuelle Menschen in unserer Gesellschaft nicht konfrontiert sind. Folgen möglicher daraus entstehender psychischer, emotionaler und sozialer Belastungen können die Entwicklung verschiedener psychischer und psychosomatischer Symptome sein. Dazu zählen in erster Linie affektive Störungen, Angststörungen, Identitätskrisen etc. sowie eine dreifach erhöhte Suizidrate.

Die Akzeptanz der eigenen sexuellen Orientierung, die Entwicklung eines eigenen Lebenskonzeptes sowie die Bewältigung alltäglicher damit verbundener Herausforderungen können für Betroffene eine massive Überforderung darstellen. Sie  fühlen sich häufig alleine mit ihren Themen und Problemen und haben nicht selten sehr lange das Gefühl mit niemandem darüber sprechen zu können.

Psychotherapie bzw. psychotherapeutische Beratung kann hier eine wertvolle Hilfestellung und Unterstützung darstellen, um mögliche Themen und Problemstellungen besser zu bewältigen, sich selbst besser kennenzulernen sowie Antworten auf mögliche Fragen zu finden, die sich aus dem eigenen Sein und Gewordensein ergeben können. Außerdem kann Psychotherapie auch hilfreich sein, um den eigenen Selbstwert und das Selbstbewusstsein zu stärken sowie die Lebensqualität und das eigene Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.


Die Ursachen sexueller Probleme

Sexuelle Probleme können u.a. Folgen körperlicher oder psychischer Grunderkrankungen sein sowie von inneren Konflikten oder dysfunktionalen Beziehungsdynamiken. Je nach ihrer Ursache fallen diese in den Bereich der Medizin und/oder der Psychotherapie.

Ebenso wichtig ist es aber auch mögliche soziologische Ursachen zu berücksichtigen, beispielsweise wenn durch eine Orientierung an gesellschaftlichen Normen, Konflikte mit der eigenen Sexualität oder sexuellen Orientierung entstehen bzw. eigene Lebensweisen und Lebenskonzepte von denen des Umfeldes abweichen.


"Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden. Sie ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen."

(WHO)