Sexualität

Sexualtherapie | Sexualberatung

Die Sexualtherapie bzw. Sexualberatung bietet einen geschützten, sicheren von Offenheit und Wertschätzung geprägten Raum, in dem das Thema Sexualität bewusst und speziell angesprochen wird.

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Sexualleben sowie sexuelle Probleme sind weit verbreitet. Die Gründe und Themen können dabei sehr individuell und vielfältig sein. Die Sexualtherapie bezieht sowohl verhaltensorientierte wie auch Paar-orientierte Ansätze mit ein.

Zielgruppen: Einzelpersonen, Paare, Partner:innen | Personen jeden Geschlechts sowie jeder sexuellen Orientierungen

Sexualität

Sexualität und sexuelle Gesundheit sind zwei der zentralsten Themen des Mensch-Seins und des menschlichen Lebens, die uns alle betreffen. Das Sprechen über die eigene Sexualität, eigene sexuelle Wünsche und Bedürfnisse oder die eigene sexuelle Identität und Orientierung sind auch in unserer aufgeklärten westlichen Gesellschaft heute noch häufig tabuisiert, herausfordernd, schambesetzt und zu wenig berücksichtigt.


Sexualität: Vielfalt & Rollenbilder

In der Psychotherapie oder Beratung ist ein gendersensibles und genderkompetentes Verständnis ein bedeutender Faktor. Gender-differentes Wissen ist im Zusammenhang mit Erklärungs- und Entstehungsmodellen von Störungsbilder (z.B. sind Männer häufig "anders" krank als Frauen) und der individuellen Entwicklungsgeschichte genauso bedeutsam, wie beispielsweise in der Begleitung von Selbstfindungsprozessen, der Sexualtherapie, der Paartherapie, oder auch der Selbsterfahrung bzw. der Persönlichkeitsentwicklung von Klient:innen u. a. m. 

In diesem Zusammenhang stehen beispielsweise Unsicherheiten und mögliche Konflikte die sich für eine Person sowie auch im Kontext mit dem jeweiligen sozialen Umfeld ergeben können. Diese verursachen nicht selten Scham, großes Leid und Verunsicherung. "Wer bin ich", "Wie bin ich", "Wie möchte ich sein" und "Was sind meine Bedürfnisse und Vorstellungen" sind beispielsweise wichtige Fragestellungen, die sich im Kontext der individuellen Sexualität ergeben.

Das subjektive Verständnis von männlich, weiblich und anderen geschlechtlichen Identitätsformen gehört zu diesem Themenfeld, genauso wie die eigene Weltsicht, das persönliche Wertesystem und unterschiedliche Lebenskonzepte und -vorstellungen. Sexualität an sich ist ein von hoher Diversität und Subjektivität gekennzeichnet. 

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass auch Personen die sich als heterosexuell definieren ihre Sexualität als sehr subjektiv und divers erleben und auch diese sexuelle Orientierung in sich nicht weniger komplex und facettenreich sowie von Vorurteilen und Mythen geprägt ist, wie all die anderen vielfältigen Varianten natürlicher menschlicher Sexualitäten (LGBTQIA*).

Ursachen sexueller Probleme

Sexuelle Probleme können u. a. Folgen körperlicher oder psychischer Grunderkrankungen sowie von inneren Konflikten oder dysfunktionalen Beziehungsdynamiken sein. Je nach ihrer Ursache fallen diese in den Bereich der Medizin und/oder der Psychotherapie.

Ebenso wichtig ist es auch mögliche soziologische Ursachen zu berücksichtigen, beispielsweise wenn durch eine Orientierung an gesellschaftlichen Normen, Konflikte mit der eigenen Sexualität, sexuellen Identität oder sexuellen Orientierung entstehen bzw. eigene Lebensweisen und Lebenskonzepte von denen des Umfeldes abweichen.

Beispiele für mögliche Fragestellungen:

  • Schwierigkeiten mit dem eigenen Sexualleben
  • sexuelle Identität
  • sexuelle Dysfunktionsstörungen
  • Lustlosigkeit und Impotenz
  • Vaginismus
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Schwangerschaft
  • Sexualpräferenzen
  • fehlende Partnerschaft
  • Beziehungsprobleme
  • verminderte Zeugungsfähigkeit und Fruchtbarkeit
  • Umgang mit körperlichen oder medizinischen sexuellen Störungen
  • Veränderung der Sexualität über die Lebensspanne oder im Alter
  • Orgasmusstörungen
  • Aufklärung und Auflösung von sexuellen Mythen
  • sexuelle Gesundheit und Selbstfindung

"Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden. Sie ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen."

(WHO)