Geschlechtersensible-Therapie

mit Männer, Frauen und diversen Personen

Unter GENDERSENSIBILITÄT eine therapeutische Haltung in der Psychotherapie und psychotherapeutischen Beratung, der die Unterschiede der Geschlechter (Männer, Frauen und diverse Personen) und die geschlechtsspezifischen Erfahrungen der Patient*innen und Klient*innen in den Mittelpunkt stellt. Dieser Ansatz erkennt an, dass Geschlecht und Geschlechtsidentität einen wesentlichen Einfluss auf die psychische Gesundheit, das Verhalten und das Erleben von Menschen haben können. Hier sind einige zentrale Aspekte der gendersensiblen Psychotherapie:

Anerkennung der Geschlechtsidentität

  • Die Therapie berücksichtigt die Selbstidentifikation der Patient*innen hinsichtlich ihres Geschlechts, sei es männlich, weiblich, non-binär oder eine andere Identität.

 


Bewusstsein für Geschlechterrollen und -stereotypen

  • Gendersensible Therapeut*innen sind sich der gesellschaftlichen Geschlechterrollen und -stereotypen von Männern, Frauen und diversen Personen bewusst und wie diese die psychische Gesundheit und das Verhalten beeinflussen können. Sie arbeiten daran, diese Einflüsse in der Therapie zu adressieren und zu hinterfragen. 

Individuelle Erfahrungen

  • Die Therapie nimmt die individuellen Erfahrungen der Patient*innen ernst, einschließlich derjenigen, die spezifisch mit ihrem Geschlecht (männlich, weiblich, divers) verbunden sind, wie z.B. Diskriminierung, Erwartungen, und soziale Rollen.

 


Kulturelle Sensibilität

  • Gendersensible Psychotherapie berücksichtigt auch die kulturellen und sozialen Kontexte, in denen Geschlechtsidentitäten gelebt werden, und wie diese die Erfahrungen und Herausforderungen der Patienten beeinflussen.

     


Inklusion und Akzeptanz

  • Dieser Therapieansatz fördert eine Umgebung der Inklusion und Akzeptanz, in der Patient*innen offen über ihre Geschlechtsidentität und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen können, ohne Angst vor Urteilen oder Vorurteilen.

 


Spezifische therapeutische Techniken

  • Gendersensible Psychotherapie kann spezifische Techniken und Interventionen umfassen, die auf die besonderen Bedürfnisse der unterschiedlichen Geschlechter zugeschnitten sind.

Der Ansatz zielt darauf ab, eine umfassendere und individuellere Behandlung zu bieten, die die Komplexität der Geschlechtsidentität und deren Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden berücksichtigt.


Psychotherapie mit Männern und Frauen (bzw. auch diversen Personen) kann unterschiedlich sein, da unser Geschlecht und geschlechtsspezifische Erfahrungen Einfluss auf die Art und Weise haben können, wie wir Menschen psychische Probleme wahrnehmen, erleben und bewältigen.


Psychische und emotionale Herausforderungen mit Geschlechterrollen

Die Geschlechterrollen von Männern und Frauen haben sich im Laufe der Zeit erheblich verändert und unterliegen weiterhin einem dynamischen Wandel. Dieser Wandel ist von zahlreichen sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren geprägt.

Psychotherapie kann Männern und Frauen helfen, die Herausforderungen moderner Geschlechterrollen zu bewältigen, indem sie ihnen Werkzeuge und Strategien an die Hand gibt, um mit den damit verbundenen Stressoren und Konflikten umzugehen. Hier sind einige der wichtigsten Themen, wie Sie Psychotherapie in diesem Kontext unterstützen kann:

Bewusstsein und Reflexion

  • Selbsterkenntnis: Therapeutische Sitzungen bieten einen Raum für Männer und Frauen, um ihre Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu reflektieren und besser zu verstehen, wie diese durch Geschlechterrollen beeinflusst werden.
  • Dekonstruktion von Rollenbildern: Therapeuten können helfen, stereotype Geschlechterrollen zu hinterfragen und alternative, individuellere Rollenmodelle zu entwickeln.

 


Stressbewältigung und Resilienz

  • Stressmanagement-Techniken: Psychotherapie kann Techniken zur Stressbewältigung vermitteln, wie z.B. Achtsamkeit, Entspannungstechniken und kognitive Verhaltenstherapie, um mit dem Druck umzugehen, der durch Geschlechterrollen entsteht.
  • Stärkung der Resilienz: Durch die Arbeit an persönlichen Stärken und Ressourcen können Männer und Frauen widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen werden, die mit modernen Geschlechterrollen einhergehen.

 


Persönliche Identität und Selbstverwirklichung

  • Erwartungen an die Männlichkeit: Männer sehen sich oft mit gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert, stark, unabhängig und finanziell erfolgreich zu sein, was emotionalen Druck erzeugen kann. Psychotherapie kann helfen damit besser umgehen zu lernen.
  • Erwartungen an die Weiblichkeit: Frauen stehen oft unter dem Druck, ein bestimmtes körperliches Erscheinungsbild zu wahren und gleichzeitig fürsorglich und familienorientiert zu sein, was zu einem Gefühl der Überforderung führen kann.

 


Identität und Selbstwert

  • Stärkung des Selbstwertgefühls: Psychotherapie kann dazu beitragen, das Selbstwertgefühl zu stärken und ein positives Selbstbild zu fördern, das nicht von externen Geschlechterrollen abhängt.
  • Unterstützung bei Identitätsfragen: Menschen, die mit ihrer Geschlechtsidentität ringen oder sich nicht in binären Geschlechterrollen wiederfinden, können in der Therapie Unterstützung und Orientierung finden.

 


Kommunikation und Beziehungen

  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten: Therapeuten können Paare und Einzelpersonen darin unterstützen, besser über ihre Bedürfnisse und Erwartungen in Bezug auf Geschlechterrollen zu kommunizieren.
  • Beziehungsdynamiken: Paare können lernen, wie sie Rollenverteilungen in ihrer Beziehung gleichberechtigter gestalten und Konflikte über Geschlechterrollen konstruktiv lösen können.

 


Psychische und emotionale Aspekte

  • Psychische Gesundheit: Der Druck, traditionellen und modernen Rollenbildern zu entsprechen, kann zu Stress, Angst und anderen psychischen Gesundheitsproblemen führen.
  • Identitätskonflikte: Menschen, die sich nicht in binären Geschlechterrollen wiederfinden oder eine nicht-konforme Geschlechtsidentität haben, erleben oft zusätzliche Herausforderungen und Diskriminierungen.
  • Behandlung von Angst und Depression: Geschlechterrollenkonflikte können zu psychischen Belastungen wie Angst und Depression führen. Psychotherapie kann spezifische Ansätze zur Behandlung dieser Zustände bieten.
  • Kognitive Verhaltenstherapie (CBT): CBT kann helfen, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern, die durch Geschlechterrollen und die damit verbundenen Erwartungen entstehen.

Intersektionalität und Förderung von Gleichberechtigung

  • Mehrdimensionale Diskriminierung: Menschen, die verschiedenen Marginalisierungen ausgesetzt sind (z.B. Frauen mit Behinderungen, nicht-weiße Männer und Frauen), erleben oft komplexe und verstärkte Herausforderungen in Bezug auf Geschlechterrollen.
  • Ermutigung zur Gleichberechtigung: Therapeuten können Individuen und Paare ermutigen, Rollen gleichberechtigter zu gestalten und Unterstützungssysteme zu etablieren, die eine gerechtere Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten ermöglichen.
  • Sensibilisierung für Diskriminierung: Therapie kann auch ein Bewusstsein für gesellschaftliche und strukturelle Diskriminierung schärfen und Wege aufzeigen, wie man damit umgehen kann.

Unterstützung bei Lebensübergängen

  • Bewältigung von Lebensveränderungen: Psychotherapie kann helfen, Übergänge wie Elternschaft, Karrierewechsel oder den Eintritt in den Ruhestand zu bewältigen, die oft durch Geschlechterrollen beeinflusst werden.
  • Begleitung in Krisenzeiten: In Zeiten persönlicher Krisen, die durch Geschlechterrollen verstärkt werden können, bietet Psychotherapie Unterstützung und Orientierung.

Psychotherapie bietet einen umfassenden Ansatz zur Unterstützung von Männern und Frauen bei der Bewältigung der Herausforderungen moderner Geschlechterrollen. Durch die Förderung von Selbsterkenntnis, Stressbewältigung, Kommunikation, Selbstwert und Gleichberechtigung kann Psychotherapie einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, dass Individuen und Paare ein erfüllteres und ausgeglicheneres Leben führen.


Zielgruppen: Einzelpersonen, Paare, Partner*innen | Personen jeden Geschlechts sowie jeder sexuellen Orientierungen



Adresse:

Mag. Thomas Rotter, BA. pth.

Psychotherapeut (ENr. 11668) 

Verhaltenstherapie, Sexualtherapie & biopsychosoziale Beratung

(Wahltherapeut für alle Kassen) 

PROJEKT-LEBEN 

Psychotherapie Mag. Thomas Rotter e.U. 

(FN 625699 x)

Herzog-Odilo-Straße 1/1 

5310 Mondsee - Austria

Mag. Thomas Rotter, BA - Psychotherapeut und Sexualtherapeut
Mag. Thomas Rotter, BA - Psychotherapeut und Sexualtherapeut


Aktuelle Info

In den Zeiträumen vom 15. Juli 2024 bis 22. Juli 2024

und vom 15. August 2024 bis 25. August 2024

bin ich in der  Sommerauszeit und es finden keine Termine statt.


Kontaktinfo:

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