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Achtsamkeit

Präsent sein 

und offen für den gegenwärtigen Moment sein

 

Selbstmitgefühl 

entwickeln und achtsam sich selbst wahrnehmen lernen

 

Bewusstheit 

für eigene körperliche und geistige Vorgänge entwickeln und dadurch entstehende Verhaltensfreiheiten als Chancen nutzen lernen


Achtsame Methoden in der Psychotherapie:

Das Konzept der Achtsamkeit hat einen großen Einfluss auf die moderne Verhaltenstherapie. Viele Autoren sprechen von einer "Achtsamkeitsrevolution" in der der "dritten Welle". 

 

Zu den achtsamkeitsbasierten Verfahren in der Verhaltenstherapie zählen beispielsweise: 

 

- ACT & FAP »

 

Mit den Techniken der Akzeptanz- & Commitment-Therapie (nach Hayes) lernen Patient:innen einen akzeptierenden und bewussten Umgang mit sich selbst, sowie sinn- und wertvolle Ziele zu setzen und umzusetzen .

 

Je besser die Vorgänge im Bewusstsein wahrgenommen und verstanden werden, umso mehr wird begreifbar, dass Gefühle und Gedanken relativ sind und aus einer Identifikation (Fusion) mit diesen unangenehmen Gefühlen und Gedanken Leid entstehen kann. Je mehr man im gegenwärtigen Moment verankert ist sowie sich selbst  wahrnehmen und sich und anderen mit Mitgefühl zu begegnen lernt, umso mehr kann Distanz zu eigenen Gefühlen und Gedanken erlebt werden. Dadurch können wieder mehr Handlungsspielraum und neue Verhaltensmuster erarbeitet werden. 

 

"Die Funktional-Analytische Psychotherapie (FAP) ist eine beziehungsfokussierte, prozess- und erlebnisorientierte Verhaltenstherapie, die von den radikal-behavioristischen Prinzipien B.F. Skinners gelei- tet wird. FAP-Therapeuten achten darauf, wie die sozialen und emotionalen Probleme der Klienten im Hier und Jetzt der therapeutischen Begegnung(„in vivo“) in Erscheinung treten.
Quelle: N. Schneider, functionalanalyticpsychotherapy.com/wp-content/uploads/FAP-Artikel-.pdf  

- Focusing

 

Eugen T. Genthin entwickelte in den 70er Jahren in Amerika die Methode des Focusing, in welcher es darum geht, mit Achtsamkeit, Konzentration und gerichteter Aufmerksamkeit Kontakt zum eigenen Körper herzustellen. Es kann sein, das bestimmte Themen und Probleme über eigene bestimmte Körperempfindungen ausgedrückt werden. Eben über diese Körperempfindungen kann man damit in Kontakt treten und diese bearbeiten.

„Focusing nenne ich die Zeit, in der man mit etwas ist, das man körperlich spürt, ohne zu wissen was es ist. Was man aber weiß, ist, daß dieses körperliche Gefühl mit irgendetwas im Leben zu tun hat!“

(E. T. Gentlin)

- MBSR & MBCT

 

MBSR ist eine von Jon Kabat-Zinn entwickelte Methode zur Stress-Reduktion und dessen Wirksamkeit klinisch gezeigt ist. Wichtig in diesem Zusammenhang sind die konsequente und regelmäßige Anwendung von Achtsamkeitsübungen, beispielsweise: Geh- und Sitzmeditiation, Body-Scan (angeleitetes Wahrnehmen des eigenen Körpers), Forest-Bathing, etc.

 

MBCT, die achtsamkeitsbasierte kognitive Verhaltenstherapie stellt eine Weiterentwicklung der MBSR dar und kann vor allem im Zusammenhang mit affektiven Störungsbildern und als Rückfallprohpylaxe eingesetzt werden. Auch hier spielt das regelmäßige und konsequente Umsetzten von täglichen Achtsamkeitsübungen eine wichtige Rolle. Zielt ist es eine flexiblere und akzeptierender Haltung gegenüber eigener Gefühle und Gedanken zu erarbeiten. 

 

© Mag. Rotter | PROJEKT-LEBEN: Privatpraxis für Psychotherapie, Beratung / psychosoziale Gesundheit (Mondsee)


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