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Diversity & Gender

Unter den Begriffen Geschlechterrollen oder Geschlechtsidentitäten werden geschichtlich und kulturspezifisch konstruierte variable Rollen, Werte, Ordnungen und Erwartungen zusammengefasst, die an das jeweilige bei der Geburt festgelegte Geschlecht geknüpft wurden.

Obwohl in der westlichen Welt das Konzept der gegensätzlichen und komplementären "Zweigeschlechtlichkeit" historisch gewachsen vorherrschend ist, befinden sich die geschlechtlichen Zuschreibungen in einem ständigen Wandel. Gelten die binären Kategorien "männlich" und "weiblich" heute noch häufig als Idealvorstellungen, stellen die vielfältigen Schattierungen in dem Kontinuum dazwischen und darüber hinaus (cis, non-binär, genderfluid, trans, inter u. a.) die tatsächliche Annäherung an die Lebensrealität dar. 

Auch in der Psychotherapie oder Beratung ist ein gendersensibles und genderkompetentes Verständnis ein bedeutender Faktor. Gender-differentes Wissen ist im Zusammenhang mit Erklärungs- und Entstehungsmodellen von Störungsbilder (z.B. sind Männer häufig "anders" krank als Frauen) und der individuellen Entwicklungsgeschichte genauso bedeutsam, wie beispielsweise in der Begleitung von Individuationsprozessen, der Sexualtherapie, der Paartherapie, oder auch der Selbsterfahrung bzw. der Persönlichkeitsentwicklung von Klient:innen u. a. m. 

 

© Mag. Rotter – PROJEKT-LEBEN: Privatpraxis für Psychotherapie, Beratung & psychosoziale Gesundheit (Mondsee)

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